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Interkultureller Jugendaustausch mit Tansania


Die Menschenrechtsorganisation Hope Human Rights e.V. konnte im August einer Gruppe von jungen Konstanzern die einmalige Gelegenheit bieten, an einem zweiwöchigen kultu­rellen Austausch mit einer Kunstschule für Tanz und Musik (MUDA) in Tansania teilzunehmen. Das Projekt wird geleitet von Tanja Jäckel, Kerstin Schulze und Andreas Baur, geför­dert von Engagement Global mit Mittel des BMZ im Rahmen der Förderlinie von Weltwärts Begegnungen. Ziel des Pro­jekts ist es, zu dem UN ­Nachhaltigkeitsziel der Agenda 30 „hochwertigen Bildung“ zu arbeiten und somit auch eine nachhaltige Entwicklung von Bildung auf zwischenmensch­licher Ebene, fernab des schulischen oder universitären Systems, anzustoßen.

Auch wenn der Austausch seit knapp anderthalb Jahren geplant wurde und sich die Jugendlichen davor schon viele Bilder im Kopf machten, so waren die Eindrücke und Emo­tionen vor Ort überwältigend. Angekommen in einem der ärmsten Länder der Welt, waren die Jugendlichen von der Lebenslust, Friedlichkeit und Freundlichkeit der Einheimischen überwältigt.

„Da steht man in einem wildfremden Land und hat trotzdem das Gefühl, angekommen zu sein“, meint eine der Teilneh­merinnen. Die Offenheit und Freude wurde sofort von den Tansaniern auf die Konstanzer übertragen, was den Lärm und die Hektik Dar es Salaams ausblenden ließ. Anfängli­che Unsicherheiten bei der ersten Begegnung mit den Tän­zern der Kunstschule MUDA des Nafasi Art Space wurden durch die Herzlichkeit des Gegenübers schnell genommen. Sprachbarrieren konnten durch tänzerische Zusammenar­beit überwunden werden. „Die Eindrücke die wir in die Kul­tur, Lebensweise und Mentalität auch durch unsere Partner bekommen haben waren unbezahlbar und prägend in vie­lerlei Hinsicht. Dort zu sein, mit den Menschen zu arbeiten, voneinander und miteinander zu lernen, war eine der inten­sivsten und sicherlich auch einer der glücklichsten Zeiten, die ich seit langem erlebt habe“ schreibt ein Teilnehmer. Gemeinsam wurde eine Performance erarbeitet, die sich mit dem Thema Bildung auf künstlerische Art in Form von Musik, Tanz und Theater auseinandersetzt. Durch die Reise wurden bei den jungen Konstanzern verschiedenste Denk­anstöße angeregt. Mitunter wurden auch Themen wie nach­haltige Lebensweise, Lebensmittelverschwendung, Umweltschutz und der materielle Überfluss reflektiert.

Dieser Lernprozess, der in Tansania ins Rollen gebracht wurde ist nochmals intensiviert worden. Anfang Oktober 2019 ist die Künstlergruppe aus Tansania für zwei Wochen in Konstanz zu Gast gewesen. Auch hier wurde gemeinsam eine Performance erarbeitet, die sich mit dem Thema Bildung auf künstlerische Art in Form von Musik, Tanz und Theater auseinandersetzt. Für die  jungen Tansanier wurden durch ihren Aufenthalt in Konstanz Themen wie Umweltschutz und die Gleichstellung der Geschlechter zu einer prägenden Erfahrung.